Gegründet wurde der Ort, wie auch einige der Nachbargemeinden gegen Ende des 12. Jahrhunderts.
Den Maßstab setzt jedoch die erste Erwähnung in einer Urkunde, und diese erfolgte im Jahre 1238.
Besiedelt wurde das Gebiet um Zwickau schon vor 1238 von Slawen. Nach der Eroberung der Gebiete östlich von Elbe und Saale durch deutsche Feudalherren wurde von ihnen hessische, thüringische und fränkische Bauern ins Land gerufen, um das hier vorhandene riesige Waldgebiet, den Miriquidiwald, zu roden und neue Siedlungen anzulegen.
So entstand Vielau als zweiseitiges Reihendorf mit Waldhufen.
Die Arbeitsleistung der ersten Siedlerfamilien war eine Kulturtat ersten Ranges, denn es wurde im großem Umfang Siedlungs- und Ackerland geschaffen, welches der Grundstein für die weitere Entwicklung in dieser Region war.
In die Zeit unmittelbar nach der Ortsgründung fällt die Anlage zweier Fluchtburgen. Reste der einen Fluchtburg sind in Gestalt des "Wohl" im Gelände des früheren Hammelhofes (heute Ortsteil Friedrichsgrün) vorhanden.
Der Hammelhof war als "Oberes Vorwerk" des Vielauer Rittergutes schon sehr früh angelegt worden. Später entstand noch ein "Niederes Vorwerk" in Wilkau-Haßlau. Es wurde "Jägerhof" genannt (unterhalb der Haßlauer Kirche). In seiner unmittelbaren Nähe wurde an der Mulde die Mahlmühle errichtet.
Weiterhin wurde Vielau auch von der zunehmenden Industrialisierung und den Steinkohlenbergbau in der Nachbargemeinde Reinsdorf und im Zwickauer Gebiet beeinflusst. So stieg auch die Einwohnerzahl auf 4.409 im Jahr 1900 an.
Anfang der 30er Jahre wurden dann mit der Übertunnelung des Dorfbaches und den Pflasterarbeiten für die Dorfstraße begonnen. Des Weiteren wurden Bergarbeitersiedlungen errichtet.