Der Name Reinsdorf geht zurück auf den Wildenfelser Lehensträger Heinrich von Rybinsdorff. In alten Urkunden wird er zwischen 1225 und 1260 mehrfach erwähnt.
Historische Dokumente nennen 1254 als Gründungsjahr des Ortes Rybinsdorff.
Die Reinsdorfer Besitzung der Grafschaft Wildenfels erstreckten sich über 1 ¼ Wegstunden (ca. 7 km) den Bach entlang, von der Höhe am Einsiedel (Gasthof) bis zu den Stadtgütern Zwickaus. Als Siedler zogen Hessen, Franken und böhmische Landleute in die unberührte Wildnis, rodeten Wälder, schufen Ackerland und bauten Unterkünfte für sich und ihr Vieh, errichteten die bereits 1345 urkundlich erwähnte erste Kirche.


Landwirtschaftlichen Charakter besaß Reinsdorf über Jahrhunderte mit unverändert ca. 700 Einwohnern, deren Anzahl sich erst von 1810 bis 1900 auf 7300 mehr als verzehnfachte. Im Oberdorf, östlich der Kirche, dominierte eh und je die Landwirtschaft. Westlich veränderte der Steinkohlenbergbau mit der folgenden Industrialisierung Landschaft und Bevölkerungsstruktur, dadurch wurde Wohnraum erforderlich. Neben dem Ortsteil „Wilhelmshöhe“ entstand auch so das Niederdorf als typisches Arbeiterwohngebiet in dieser Zeit.
Der Kohlenabbau, der seit dem 14. Jahrhundert in Zwickau und Umgebung betrieben wurde, begann um 1540 auf Reinsdorfer Flur im Gebiet der Standesherrschaft Wildenfels. Nach nur vereinzelten Grabungen und Schürfungen im 17. Jahrhundert wurde die Steinkohle im 18. Jahrhundert ein begehrter Brennstoff, da sich die Wälder erschöpften und die Holzpreise stiegen. Die mit Feuer arbeitende Industrie nutzte immer mehr die Steinkohle als Brennstoff. Den eigentlichen Wert der Steinkohle zu erkennen, blieb jedoch erst dem 19. Jahrhundert, dem Jahrhundert des Dampfes, vorbehalten.


Anfang des 19. Jahrhunderts begannen verschiedene Gutsbesitzer in Reinsdorf wieder mit der Suche nach Steinkohle und teuften Schächte  bis ca. 24 m Tiefe. Bekannt ist, dass um 1805 auf Reinsdorfer Flur mindestens 7 Schächte mit Teufen von 8 bis 24 m und leider unterschiedlichen Erfolg aufgefahren wurden. Ab 1820 wurden die "Kohlenbauern" in Reinsdorf immer erfolgreicher und ernsthafte Konkurrenten für die Besitzer der Kohlenschächte auf Oberhohndorfer und Zwickauer Flur. Die Reinsdorfer hielten sich nicht mehr an die im Land Sachsen geltende Kohlenordnung. Der Widerstand  der Reinsdorfer Bauern führte am 21. November 1823 zur Aufhebung der Kohlenordnung.
Mit der Aufhebung der Kohlenordnung, der Einführung der Dampfkraft Ende der 20er Jahre und der Koksherstellung 1830 nahm der Bergbau eine lebhafte Entwicklung. Gleichzeitig erhöhten sich die Kosten für Tiefbauanlagen, die vielfach von dem Grundbesitzer allein nicht mehr aufzubringen waren. Man musste sich zur Feldzusammenlegung entschließen und Fremdkapital beschaffen. Dies führte zur Gründung einer Vielzahl von Steinkohlenbau-Vereinen.
Das für Reinsdorf wirtschaftlich und sozialpolitisch bedeutendste Unternehmen war das Steinkohlenwerk Morgenstern, das im Jahr 1867 als Familienunternehmen Sarfert & Wiede gegründet worden war. Sein 107,49 Hektar großes Grubenfeld erstreckte sich bei einer Breite von 500 Metern in 2,6 Kilometer Länge von Süd nach Nord quer über die ganze Reinsdorfer Flur von der Vielauer bis zur Pöhlauer Flurgrenze.


Am 25. April 1889 wurde die bestehende Gesellschaftsform in eine Gewerkschaft umgewandelt. Vielen Reinsdorfern ist sie noch als Gewerkschaft Morgenstern bekannt.
Bis zur Einstellung des Steinkohlenbergbaus 1978 im Zwickau-Oelsnitzer Raum zählte man im Ort mehr als 30 Schachtanlagen.